Gestaltung eines steuerbaren Transformationsprogramms im Zuge der der Stilllegung von Legacy-Systemen
Angesichts einer festen Frist musste der Telekommunikationsanbieter seine veraltete BSS-Umgebung stilllegen und dabei den laufenden Betrieb aufrechterhalten. Wir etablierten eine Governance-gesteuerte Transformations- und Portfoliostruktur, die strategische Ziele in umsetzbare Prioritäten umsetzte, eine kontrollierte Migration in großem Maßstab ermöglichte und die Steuerungsfähigkeit unter extremem Zeit- und Kapazitätsdruck wiederherstellte.
700000
+migrierte Kunden mit aufrechterhaltener Verarbeitbarkeit
Kontrolle über die Legacy-Abschaltung zurückgewinnen
Nach mehreren gescheiterten Modernisierungsversuchen musste der Kunde seine veraltete BSS-Umgebung vollständig ersetzen und alle Kundensegmente bis zu einem unverrückbaren Termin auf eine neue Plattform migrieren. Die Herausforderung ging über die technische Migration hinaus: Vereinzelte Initiativen, begrenzte Kapazitäten und hoher täglicher operativer Druck untergruben die Transparenz, Prioritätensetzung und Kontrolle durch das Management. Ohne klares Zielbild für die Transformation und eine integrierte Logik zur Portfoliosteuerung drohten Probleme wie eine lokale Begrenzung der Optimierung, Überlastung bei der Umsetzung und Betriebsstörungen. Die größte Herausforderung bestand darin, dass der Kunde bei der Abschaltung eines lange genutzten Systems die Kontrolle behalten und einen stabilen Betrieb für Privatkunden, KMU und Geschäftskunden aufrechterhalten musste.
Governance-getriebenes Portfolio-Transformations-Setup
Wir schufen eine portfolioorientierte Struktur für die organisatorische Transformation mit den Schwerpunkten Governance, Priorisierung und der Steuerung der Umsetzung.
- Vierteljährliche Schwerpunktzyklen: Strukturierte Management-Workshops halfen, Zwischenziele bei der Stilllegung in priorisierte, umsetzbare Portfoliopakete zu übersetzen. Dabei wurde eine lückenlose Abdeckung aller Geschäftsprozesse und Kundensegmente gewährleistet.
- Liefermanagement und Arbeitsweisen: Klare Entscheidungsregeln, Feature Freezes und aktive Kapazitätssteuerung (z. B. 70 % Build vs. 30 % Rückmeldung), um den laufenden Betrieb zu sichern und gleichzeitig die Transformationsinitiativen auf Kurs zu halten
- Umfassende Steuerung der Migration und Umstellung: Integrierte Steuerung von Migrationswellen, schrittweise Kanalfreigaben und Gewährleistung der Umstellungsbereitschaft: So wurde das Management in die Lage versetzt, Fortschritt, Risiken und Restvolumina aktiv zu steuern, statt nur ad hoc zu reagieren.
„Das Programm verwandelte die komplexe Stilllegung eines Altsystems in eine transparente, steuerbare Transformation mit klaren Prioritäten, Entscheidungen und Zuständigkeiten.“
Steuerbare Migration in großem Massstab
Durch die Umstrukturierung wurde ein einheitlicher Managementrahmen geschaffen, um die groß angelegte Migration unter hohem Druck zu steuern. Wichtige Themen wurden in mehreren Portfoliozyklen transparent abgestimmt, sodass operatives Geschäft und IT auf gemeinsame Prioritäten ausgerichtet waren. Auf der Zielplattform wurden neue Kundenkanäle erschlossen, während die bisherigen Kanäle schrittweise stillgelegt wurden. Rund 97 % des Kundenstamms – über 700.000 Kund:innen – wurden unter Beibehaltung der Prozessfähigkeit, bei voller Einzelhandelsfunktionalität, migriert. Über die Ergebnisse der Umsetzung hinaus etablierte der Kunde ein bewährtes Projekt- und Portfoliomanagementmodell, das eine kontrollierte Umsetzung, fundierte Entscheidungsfindung und nachhaltige Transformationsfähigkeit ermöglicht.
Ein regionaler deutscher Telekommunikationsanbieter auf dem Weg der kontinuierlichen Transformation
Der Kunde ist ein regionaler deutscher Telekommunikationsanbieter, der Privat- und Geschäftskunden Festnetz-, Glasfaser-, Mobilfunk- und TV-Dienste anbietet. Das Unternehmen ist in einem hart umkämpften Markt mit erheblichen Altlasten tätig. Daher muss es seine Organisation ständig weiterentwickeln, ohne die Betriebsstabilität und CX zu gefährden.